SharingStationen in Düsseldorf

Gemeinsam mit der LHD hat die CMD ein Konzept entwickelt, wie Mikromobile ordnungsgemäß im öffentlichen Straßenraum abgestellt werden.

SharingStation mit E-Scootern

Bereits heute gibt es in der Landeshauptstadt ein großes Angebot an Leihfahrzeugen, die immer mehr Düsseldorfer*innen dazu ermutigt auf den eigenen Pkw zu verzichten. Neben ÖPNV-, SPNV- und Carsharing-Angeboten stehen auch viele unterschiedliche Zweiradleihfahrzeuge zur Verfügung.

Mit dem Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeugeverordung (eKFV) im Jahr 2019 gab es in Düsseldorf erstmalig E-Scooter zum Entleihen. In der Folge wurden diese sehr gut genutzt, sodass sich der E-Scooter-Verleih in Düsseldorf zu einem prosperierenden Markt entwickelte. Sowohl E-Scooter als auch E-Roller sind als wesentliche Akteure im Stadtbild zu erkennen. Während sich in der Anfangszeit die Geschäftsgebiete der Anbieter vor allem auf den Innenstadtbereich beschränkten, sind E-Scooter, abhängig vom jeweiligen Anbieter, in vielen weiteren Stadtteilen buchbar. Das Verleih-Angebot teilt sich dabei in drei Gebiete auf:

  • Gebiet A mit 1.800 Fahrzeugen umfasst die Altstadt, die Carlstadt und Stadtmitte.

  • Gebiet B mit 4.900 Fahrzeugen umfasst Pempelfort, Golzheim, Derendorf, Mörsenbroich, Hafen, Düsseltal, Flingern-Nord, Flingern-Süd, Oberbilk, Friedrichstadt, Unterbilk, Bilk, Niederkassel und Oberkassel.

  • Gebiet C mit 1.700 Fahrzeugen bezieht sich auf das restliche, äußere Stadtgebiet

Dennoch sind in den Stadtteilen Altstadt, Carlstadt sowie Stadtmitte (Gebiet A) weiterhin die häufigsten Mieten zu verzeichnen.


Übersichtskarte SharingStationen Düsseldorf

Übersichtskarte der SharingStationen (Stand 08.07.2022)



SharingStationen für ein verkehrsgerechtes Abstellen

Mit steigenden Zahlen an Fahrzeugen im öffentlichen Raum hat auch die Anzahl an Beschwerden aufgrund verschiedener Tatbestände zugenommen. Insbesondere das nicht ordnungsgemäße Abstellen sowie die ordnungswidrige Nutzung von Gehwegen stehen im Mittelpunkt vieler Beschwerden. Aufgrund der Zunahme an Verstößen, Beschwerden und nicht ausreichender Selbstregulierungsprozesse entstand erhöhter Handlungsbedarf, den Entwicklungen entgegenzuwirken. Neben der Limitierung der Flottengröße soll auch der Aktionsplan ›Scooter-Parken‹ greifen, der zusammen mit dem Amt für Verkehrsmanagement, der Connected Mobility Düsseldorf GmbH und der agiplan GmbH erarbeitet und am 11.06.2022 in den Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA/028/2021) eingebracht wurde. Mit sogenannten SharingStationen werden festgelegte Abstell- und Entleihzonen für Zweiradleihfahrzeuge auf öffentlichen Parkflächen oder im öffentlichen Raum mit entsprechender Beschilderung und Markierung der Fläche errichtet. So kann ein geordnetes Abstellen ermöglicht werden. Damit wird ebenfalls dem Beschluss des OVA am 27.10.2022 mit der ›Strategie zum Umgang mit E-Scooter-Sharing in Düsseldorf‹ (OVA/118/2021) zur Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes zum Abstellen von Leih-E-Fahrrädern, -E-Scootern und -Rollern entsprochen.

Incentives (z.B. Freiminuten, kostenloses Entsperren, etc.) schaffen zusätzliche Anreize für Nutzer*innen, die Miete ihrer Fahrzeuge auch innerhalb einer SharingStation zu beenden. Neben SharingStationen werden auch in den entstehenden MobilitätStationen Abstellflächen für Sharing-Angebote vorgehalten. Die Gestaltung der SharingStationen folgt dabei der Designsprache der MobilitätStationen.

Das Angebot an Zweiradleihfahrzeugen umfasst derzeit die E-Scooter von Bird, Bolt, Lime, TIER und voi, die E-Roller von eddy, felyx und check, die E-Bikes von Bolt, Lime und TIER und die Bikes von nextbike.


SharingStation in der Berger Allee

Verstetigte SharingStation mit Haltebügelsystem an der Berger Allee



Entwicklung der SharingStationen

Am 11.06.2021 wurden die ersten beiden temporären SharingStationen eingerichtet. In den nächsten Wochen und Monaten folgten weitere, sodass nun auf ein Netzwerk von 27 SharingStationen in der Alt- und Carlstadt und Unterbilk zurückgegriffen werden kann. Um diese Stationen wurden Parkverbotszonen geschaffen, sodass zukünftig im Gebiet A nur noch stationsbasiertes Entleihen und Zurückgeben der Mikromobile möglich ist. Bis Ende dieses Jahres soll es in der Innenstadt mehr als 100 SharingStationen, möglichst in einem Abstand von rund 150 Metern geben. Das Abstellen außerhalb dieser Stationen wird digital unterbunden. Der Verleihvorgang läuft so lange weiter, bis die Nutzer*innen die E-Scooter in der Station abgestellt haben. Die Kontrolle von Obergrenzen und der Auslastungen von den ausgewiesenen Parkzonen erfolgt mittels des von der CMD entwickelten Dashboardes.

Mit der Station am Stadttor gibt es bereits eine weitere SharingStation, die in eine MobilitätStation eingebettet ist. Die Station am Horionplatz in der Berger Allee wird dieses Jahr ebenfalls in eine MobilitätStation integriert werden.


SharingStation MobilitätStation Stadttor

In eine MobilitätStation integrierte SharingStation (Stadttor)



Aufgrund des großen Handlungsdruckes erfolgte die Errichtung der Stationen (aufbauend auf dem Aktionsplan Scooter-Parken) zunächst provisorisch. Nach erfolgter Evaluation der einzelnen Standorte konnten bereits 13 der 27 eingerichteten SharingStationen im Gebiet A verstetigt werden. Die Verstetigung und Herrichtung der Stationen mit teilweise festen baulichen Elementen wie Haltebügelsysteme für E-Scooter, Poller und Bodenmarkierungen erhöht die Gestaltungsqualität des öffentlichen Raumes (vgl. ›Berger Allee‹).

Im gesamten Stadtgebiet sollen die Flächen insbesondere an Haltestellen des ÖPNV, SNPV sowie weiteren Orten des öffentlichen Interesses entstehen. Darüber hinaus soll in Kreuzungsbereichen von Baublöcken ein Angebot geschaffen werden, um teilweise sehr schmale Bürgersteige, vor allem in Gründerzeitvierteln, zu entlasten und die Sicht auf Kreuzungsbereiche zu verbessern. Für die Nutzer*innen entsteht durch das stationäre Abstellkonzept eine Art Mobilitätsgarantie an definierten Standorten.


Zusammenarbeit ›Runder Tisch Verkehr‹

Behindertenbeauftragte und der Behindertenbeirat wurden bei den Ausführungsplanungen einbezogen. Das Konzept wurde beim ›Runden Tisch Verkehr‹ vorgestellt. Zudem fanden Ortsbegehungen mit Vertreter*innen statt. Der ›Runde Tisch Verkehr‹ ist das Beteiligungsformat des Behindertenrates der Landeshauptstadt Düsseldorf.